Homöopathie für Tiere
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Wissenswertes zu Homöopathie für Tiere
****In der Tiermedizin werden naturheilkundliche Methoden immer beliebter. Dabei nimmt die Homöopathie einen wichtigen Platz ein. Steht beim Haustier wie Hund, Katze oder Vogel der Wunsch nach einer natürlichen, nebenwirkungsfreien Behandlung im Vordergrund, spielen bei Nutztieren auch der wirtschaftliche Aspekt und der Wegfall von Wartezeiten vor der Verwertung eine wesentliche Rolle.
Hersteller homöopathischer Mittel haben ein breites Sortiment an Arzneien speziell für Tiererkrankungen entwickelt. Indikationen sind z.B. Viruserkrankungen, Allergien, Verdauungsprobleme, Durchfall, Krämpfe und Hauterkrankungen. Meist sind die Arzneien Kombinationspräparate aus Einzelmitteln, die sich bei dem jeweiligen Beschwerdebild bewährt haben. Einsatz finden sie bei akuten und chronischen Erkrankungen.
Wie wirkt Homöopathie?
Die vor ungefähr 200 Jahren von dem Arzt Samuel Hahnemann begründete Naturheilweise aktiviert die Lebens- und Selbstheilungskräfte des Kranken. Dadurch wird er in die Lage versetzt, aus eigener Kraft die Erkrankung zu lindern oder zu heilen. Grundsatz ist „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“. Bei Fließschnupfen wird z.B. mit dem Mittel Apis (Zwiebel) behandelt. Der Schnupfen wird dadurch kurz künstlich verstärkt. Der Kranke bzw. das kranke Tier entwickelt entsprechend mehr Abwehrkräfte. Diese bewältigen die Schnupfenviren. Das Mittel hat seine Wirkung getan, ist „aufgebraucht“ und hinterlässt keinerlei Rückstände im Körper. Homöopathische Mittel werden auch heute noch nach den Vorschriften Hahnemanns in einem aufwendigen Verfahren hergestellt. Dabei wird die Urtinktur Schritt für Schritt verdünnt. Je höher die Verdünnung oder Potenz, wie man es in der Homöopathie nennt, umso intensiver die Wirkung, obwohl in den höheren Potenzen nur noch die Information des Mittels, aber keine materielle Substanz mehr vorhanden ist.
Was ist der Unterschied zwischen klassischer und Komplexhomöopathie?
Bei der klassischen Homöopathie werden in einer ausführlichen Anamnese die körperlichen Symptome und seelische Befindlichkeit des Patienten aufgenommen. Daher sollten vor dem Besuch bei einem Tierhomöopathen das Verhalten und vor allem die außergewöhnlichen Merkmale des Tiers genau beobachtet werden. Diese individuelle Behandlung ist vor allem bei schweren und chronischen Erkrankungen empfehlenswert. Daneben gibt es die Komplexmittel, eine Kombination aus bewährten Einzelmitteln. Sie machen es leicht, eine passende Arznei auszuwählen und anzuwenden.
Sind Kügelchen für Tiere anders?
Nein. Mensch und Tier erhalten dieselben Globuli, Tabletten und Tropfen (Dilutionen). Sie werden nach den gleichen Vorschriften hergestellt. Daher können auch die Arzneien aus der eigenen homöopathischen Hausapotheke für den Vierbeiner eingesetzt werden: Calendulacreme oder -tinktur zur Wundheilung, Arnica innerlich und äußerlich bei Schocks, Prellungen, Quetschungen, Bluterguss, Schlag- und Stoßverletzungen, Nux vomica bei Erbrechen, Apis bei einem Bienen- oder Wespenstich, Staphisagria bei Schnittwunden und Operationen sowie Ledum bei Bisswunden und nach dem Entfernen einer Zecke.
Wie kann man homöopathische Mittel dem Tier verabreichen?
Die Arznei wird von der Mundschleimhaut aufgenommen. Daher sollte sie so lange wie möglich im Maul des Tieres wirken können. Bei Kleintieren wie Hund und Katze können die Kügelchen seitlich ins Maul unter die Lefzen geschoben werden. Man kann auch die Globuli in Wasser auflösen, die Flüssigkeit in eine 2-ml-Plastik-Spritze (ohne Nadel) aufziehen und in kleinen Mengen in das Maul des Tieres spritzen. Nicht zu viel und nicht alles auf einmal, um das Tier nicht zu erschrecken. Es soll die Flüssigkeit nach und nach aufnehmen und langsam schlucken. Die Methode mit der Einmalspritze ist auch mit Ampullen möglich. Ihr Inhalt muss nicht unbedingt gespritzt, sondern kann auch oral verabreicht werden.
Tropfen (Dilutionen) sind alkoholische Lösungen, die der Vierbeiner nicht mag. Wenn es nur diese Darreichungsform gibt, mit Wasser verdünnen und mit Hilfe der Spritze Schluck für Schluck ins Maul geben. Leckerer sind dann schon die Kügelchen oder Tabletten, die man ebenfalls pulverisiert und wie Globuli mit der Wasserspritze verabreicht. Eine Alternative ist es, auch für andere Tierarten, die in Wasser aufgelösten Tabletten oder Kügelchen oder die Injektionslösung (1-5 ml pro Liter) ins Trinkwasser, in Aquarien oder ins Badewasser zu geben.
Wichtig: Nie Metallgegenstände zum Zerkleinern oder Auflösen benutzen. Die Arznei nicht in ein Stück Wurst oder ins Futter geben, da sonst der Kontakt mit der Mundschleimhaut nicht oder zu kurz stattfindet. Das Tier nicht direkt vor oder nach der „Einnahme“ füttern, auch nicht mit einem Leckerli.
Die wichtigsten Firmen und ihre homöopathischen Tierarzneien:
DHU
Das Vetsan-Sortiment gehört seit über 40 Jahren zu den bekanntesten Homöopathika für Tiere. Die Kombinationsmittel wurden speziell für Erkrankungen von Nutztieren, aber auch für Haustiere und Pferde entwickelt. Die Rezepturen wurden von dem deutschen Tierarzt Dr. Hans Wolter konzipiert und praktisch erprobt. Bei den Mitteln für Nutztiere stehen die Indikationen Mastitis, Virusinfektionen, Verdauungsprobleme, Fruchtbarkeitsstörungen, sexuelle Schwächen und das Ziel, die Milchsekretion anzuregen, im Vordergrund.
Bei Heimtieren und Pferden werden die Vetsane besonders bei Atemwegserkrankungen, Allergien, Virusinfektionen und anderen wichtigen Indikationen zum Einsatz gebracht.
Das Ad us. vet.-Sortiment besteht aus 8 bewährten Einzelmitteln. Sie können bei Pferden, Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen, Hunden und Katzen eingesetzt werden.
Heel
Die Tierarzneien gibt es in Form von Tabletten, Tropfen, Injektionen, als Wundspülung, Salbe oder Gel. Im Folgenden ein Ausschnitt der Anwendungsbereiche:
Schweine: Fruchtbarkeitsstörungen, Zyklusstimulation, Ferkeldurchfall, Stressvorbeugung.
Kleintiere: Verletzungen, Gelenk-, Nieren-, Zahnfleisch-, Haut-, Atemwegserkrankungen, Altersbeschwerden.
Meerschweinchen, Kaninchen, Vögel, Reptilien: Verdauungs-, Fruchtbarkeits-, Stoffwechselstörungen, Atemwegs- und Harnwegserkrankungen.
Pferde: Verletzungen, Gelenk-, Atemwegs- und Stoffwechselerkrankungen, Hufrehe, Kolik, Sommerekzem, Augenentzündung, Fohlenrossedurchfall, Leistungsstabilisierung beim Training und Rennen.
Rinder, Schafe, Ziegen: Stoffwechsel- und Atemwegserkrankungen, Fruchtbarkeitsstörungen, Euterentzündungen, Gebärmutterentzündungen.
Dr. Reckeweg
Die Produktreihe heißt ReVet H. Die Mittel sind als Globuli oder Injektionslösung erhältlich.
Beispiele der Kombinationspräparate sind:
ReVet H 3a bei Schnupfen und Erkältung
ReVet H 3c zur Steigerung der Abwehrkräfte
ReVet H 4 bei Herz- und Kreislaufbeschwerden
ReVet H 6 bei Durchfall
ReVet H 8 für Haut- und Haarkleid
ReVet H 11 zur Wundheilung, bei Hautverletzungen
ReVet H12 bei Erbrechen, Verdauungsstörungen und Darmentzündungen
Ziegler
Ziegler bietet Kombinationspräparate der Produktreihe logoplex und 34 Einzelmittel zur Behandlung von Großtieren, Nutztieren, Hunden, Katzen und kleinen Heimtieren an. Die Produkte sind als Injektionslösungen, die auch oral verabreicht werden können, Globuli und Tropfen im Handel.
Biokanol Pharma
Das Sortiment der Produktserie Weravet umfasst 22 Produkte für Rinder, Pferde, Schweine, Schafe, Ziegen, Hunde und Katzen. Die Serie Regul besteht aus 9 Präparaten. Es sind flüssige Verdünnungen, die direkt ins Trinkwasser oder ins Maul des Tiers gesprüht werden.